Flughafen Heringsdorf

Flughafen Heringsdorf

Der Regionalflughafen Heringsdorf ist ein deutscher Flugplatz auf der Insel Usedom. Er ist als Verkehrsflughafen klassifiziert. Der Flughafen liegt auf dem Gebiet der Gemeinden Garz und Zirchow. Zum Flugangebot zählen innerdeutsche Linienflüge, Charterflüge zu ausländischen Zielen für Urlauber und Geschäftsreisende sowie Rundflüge in der Region.

Der Heringsdorfer Regionalflughafen ist einer der ältesten deutschen Luftzielorte und galt neben dem im Linienverkehr bis 1972 betriebenen Flughafen Leipzig-Mockau als der zweitälteste Flughafen auf dem Territorium der Deutschen Demokratischen Republik.

Der damalige Exerzierplatz der Garnison Swinemünde wurde bereits 1911 durch Maschinen des kaiserlichen Heeres angeflogen. Im Jahr 1919 begann die Geschichte des Flughafens als „Landflugplatz Swinemünde“ der benachbarten Stadt. Der Platz wurde nach dem Ersten Weltkrieg ausgebaut. Die ersten Verkehrsmaschinen, die den heutigen Flughafen Heringsdorf anflogen, waren Maschinen für sechs Passagiere. In den 1930er Jahren trainierten hier auch Segelflieger.

Im Jahre 1935 übernahm die Luftwaffe der Wehrmacht den Flugplatz und ließ ihn in den folgenden Jahren zum Fliegerhorst Garz ausbauen. In den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs wurde das Rollfeld ausgebaut, um größere Maschinen wie die Langstreckenbomber aufnehmen zu können. Während die umliegenden Dörfer am 4. Mai 1945 Luftangriffen durch die Rote Armee ausgesetzt waren, blieb der bereits geräumte Flugplatz unbeschädigt und wurde am folgenden Tag durch sowjetische Truppen besetzt.

Nach dem Krieg wurden hier das 12. und 314. Jagdfliegerregiment (IAP), der Stab der 601. Schlachtfliegerdivision (SchAD) sowie Panzertruppen der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland stationiert. Ab 1960 nutzte das Transportflieger-Ausbildungsgeschwader 14 der Nationalen Volksarmee (NVA) den westlichen Teil des Geländes. Nach dessen Auflösung 1962 diente das Areal als Ausweichflugplatz für verschiedene Verbände der Luftstreitkräfte der DDR. 1962 wurde ein Teil des Flugplatzes zur zivilen Nutzung durch die DDR-Fluggesellschaft Interflug umgebaut und der Fliegerhorst Garz erhielt seinen heutigen Namen: „Flughafen Heringsdorf“. Um schwereren Flugzeugen die Landung zu ermöglichen, musste eine neue Start- und Landebahn gebaut werden. 1973 wurde ein Abfertigungsgebäude für den Saisonflugverkehr der Interflug in Betrieb genommen. Flugverbindungen bestanden unter anderem nach Berlin, Dresden, Erfurt und Leipzig. Nach der Auflösung der NVA 1990 endete die militärische Nutzung des Geländes.

Von 1993 bis 1996 erfolgte die Grundsanierung der Flugbetriebsflächen, die Installation einer Instrumentenanflugbefeuerung und der Aufbau einer Wetterstation. In Jahren 1996 und 1997 kam es zum Charterflugverkehr nach Istanbul und Antalya, im Jahr 1998 zur Fortsetzung der Linienflüge und zum Charterflugverkehr nach Tunesien.

2009 flog OLT in der Sommersaison samstags jeweils einmal nach Bremen, Köln/Bonn, Dortmund, Frankfurt, Zürich, München und jeden Sonntag nach Düsseldorf . Air Berlin nahm am 1. Mai 2010 neue Verbindungen nach Dortmund, Düsseldorf und Stuttgart auf.

Heringsdorf wird auch dieses Jahr nur saisonal bedient. Es wird von Dortmund, Köln/Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart, Wien, Zürich, Bern, Warschau und Krakau geflogen.

Kenndaten

  • IATA-Code HDF
  • ICAO-Code EDAH
  • Koordinaten: 53° 52′ 43″ N, 14° 9′ 8″ O  22 m ü. MSL
  • Start- und Landebahnen 10/28 2305 m × 35 m Asphalt und 10R/28L 600 m × 30 m Gras

Mehr Informationen erhalten Sie auf: www.flughafen-heringsdorf.de